Ruhe auf den billigen Plätzen!
Noch weiter vorn sitzen geht nicht. Noch weniger
Flugzeug kaum. Dieser 120-Kilo-Dreiachser bietet einen Logenplatz für Naturerlebnisse

 

Beide Hände zum Startergriff, vor dem Körper nach unten reißen –
»räng-de-däng«, der Vittorazi
spielt sein Zweitakter-Lied. Er ist leise, jedenfalls wenn man einen Helm mit integriertem Kopfhörer trägt und wenig Gas gibt. Zum Rollhalt 23, auf die Piste, Wind etwas von links, mehr Gas … das Heck kommt hoch, ich hebe ab. Gerd wird später sagen, es seien fünf bis acht Meter Rollstrecke gewesen – mit Gegenwindkomponente. Vollgas erscheint mir unnötig, doch irgendwann – schon richtig hoch und noch nicht mal überm Bahnende – will ich es wissen und schiebe den Hebel ganz nach vorn. Mit drei Metern pro Sekunde klettert der Zigolo jetzt noch steiler, aber ich komme kaum vorwärts. Weil der Boden nun schon weiter weg ist und es nur so scheint? Nein, weil es hier oben stärker bläst! »Windstill«? – der Zigolo erinnert den Piloten daran, was »Windgradient« bedeutet.
Rüber zur Kante des Wiehengebirges. Kannst du vergessen! Ich habe gehofft, der Wind würde von Süden her draufstehen, aber er pfeift zu sehr von Westen an dem Höhenzug entlang. Thermik gibt’s auch nicht, also Motorflug und weg vom Berg. Eine Kurve in den Wind – der Flieger braucht wenig Querruder, aber er will getreten werden. Die Ruder haben angenehme Steuerdrücke, doch bei der riesigen 15-Quadratmeter-Fläche mit über elf Meter Spannweite und einer papierfliegerartigen Flächenbelastung dauert es eine Weile, bis sich um die Längsachse was tut. Beim Einleiten von Kurven fühlt sich die Reaktionszeit normal an, beim Ausleiten muss man sich daran ge1

 

 

 

 

 

 

 

 

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